NEU – Niccolò Machiavelli, Cesare Borgia. Wie der Herzog von Valentinois bei der Ermordung Vitellozzo Vitellis, Oliverottos da Fermo, des Herrn Pagolo und des Herzogs von Gravina Orsini vorging

NEU – Niccolò Machiavelli, Cesare Borgia. Wie der Herzog von Valentinois bei der Ermordung Vitellozzo Vitellis, Oliverottos da Fermo, des Herrn Pagolo und des Herzogs von Gravina Orsini vorging.
Kriminalnovelle

Klappentext:

Von Imola nach Senigallia führt der Weg Cesare  Borgias um die Jahreswende 1502/1503. Sein Plan war, vier seiner abtrünnigen Condottieri, selbst mächtige Kriegsherren, in eine tödliche Falle zu locken. Seine Stunde schlug. Mit der „grandiosen List von Senigallia“ wie Isabella d’Este, Herrin von Mantua, in ihrem Gratulationsbrief schrieb, entledigte er sich der vier Verräter. Für den französischen König Ludwig XII. war dieser neuerliche Coup des Borgia „eines Römers würdig“. Er bestätigte den europäischenRuf des Papstsohnes: intelligent, verschlagen, listenreich und skrupellos auf seinem Weg zur Macht im Italien der Renaissance.
Machiavelli war zugegen als Gesandter von Florenz, als Beobachter und Berichterstatter. In Mußestunden formte er das Geschehen zu einer Novelle von sprachlicher Meisterschaft, suggestiv, kurz, lakonisch, gestimmt von der flirrenden Magie des Augenblicks.
Den Stationen dieser Kriminalnovelle kann man auf einer Reise durch die Emilia Romagna und die Marken von Imola über Cesena, Fossombrone, Fano bis Senigallia die adriatische Küste entlang folgen. Mit Machiavellis Novelle als Cicerone und dem Borgia vor Augen.

Niccolò Machiavelli,
Cesare Borgia. Wie der Herzog von Valentinois bei der Ermordung Vitellozzo Vitellis, Oliverottos da Fermo, des Herrn Pagolo und des Herzogs von Gravina Orsini vorging
Kriminalnovelle
Köln, machiavelli edition 2019
ISBN 978-3-9815560-4-9     14,80 EUR

Fundamentalismus – Paradigma des Terrors im 21. Jahrhundert

Vorwort zur dritten Auflage > Die Menschenrechte und ihre Feinde. Erscheint in Kürze in der dritten erweiterten Auflage: machiavelli-edition, Köln 2016.

Bolschewismus, Faschismus und Nationalsozialismus bilden die Paradigmen des politischen und sozialen Terrors im 20. Jahrhundert. Sie sind europäischen Ursprungs. Islamistischer Fundamentalismus wird zum Paradigma des Terrors im 21. Jahrhundert. Er ist nicht europäischen Ursprungs. Am Anfang stand der 11. September 2001 „nine eleven“. Seit dem Beginn des Jahrtausends hinterlassen unterschiedliche, auch konkurrierende Islamismen bei ihrem Zug um die Welt eine globale Blutspur. Alle „legitimieren“ sich durch eine Quelle, den Koran. Die Welt als Schauplatz und Opfer eines Deutungs-Chaos, eines Wettstreits der Ansprüche? Wo liegt das Deutungsmonopol? Bei Gelehrten, Potentaten, Republiken, urbanen Menschenmassen, einem Wanderstaat, der seine Souveränität dort ausruft, wo er sich festkrallt, unterwandert, etabliert, expandiert durch entfesselten Terror, regional oder punktuell an Knotenpunkten von Geschichte, von Welt und Gesellschaft? Ein neuer, räuberischer Staatsbegriff macht sich hier geltend. Er treibt überkommene Begriffe vor sich her.
Der Terror überzieht Geschichte und Vergangenheit, die nicht die seine sein sollen, mit Vernichtung. Vor ihm soll nichts gewesen sein, nach ihm soll es nichts geben. Eine nihilistische Barbarei im 21. Jahrhundert, nicht weniger, aber auch nicht mehr.
Entgrenzung des Staatsbegriffs als Wille zur schrankenlosen Totalität des eigenen Selbstverständnisses, folglich zu totaler, zu unbegrenzter Herrschaft. Ist der Koran das, was mit ihm geschieht?

Der Islamismus skandalisiert den Islam.

Politisches Desinteresse gegenüber diesem Treiben sowie die Ausbeutung der Demokratie zur asozialen bloßen Befriedigung eigener Bedürfnisse führen über die Selbstentmündigung auf direktem Weg in die Verlierer – und Opferrolle gegenüber jedweder Aggression. Mit schwachen Bürgern, mit politischen Schnuller-Existenzen, die sich wohlig und selbstvergessen am Busen der Demokratie nähren, ist kein Staat zu machen, keine Freiheit zu verteidigen und zu leben.
Was jetzt ansteht, sind die Annahme der Herausforderung und ihre Zurückweisung auf der Basis der globalen Menschen- und Bürgerrechte der Moderne. Sie unterscheiden sich substantiell von einer > Kairoer Erklärung der Menschenrechte im Islam (1990), die in keiner Hinsicht Universalität beanspruchen kann und weit hinter der Erklärung der Menschen- und Bürgerrechte zurückbleibt, wie sie von der Französischen Revolution bis zur Charta der Vereinten Nationen definiert wurden. An ihnen gemessen, ist sie ein Manifest der Bedrohung und Gefahr für Freiheit und Gleichheit der Menschheit allgemein und der Frau im Besonderen.
Was nicht ansteht, ist die Preisgabe des öffentlichen Raums, zu dem die global agierenden Medien gehören. Sie sind zu kaum kontrollierbaren Instrumenten des Terrors geworden. Die Frage sei wiederholt: Ist der Koran das, was mit ihm geschieht?
Die Grundlage des öffentlichen Raums bilden die Menschen- und Bürgerrechte. Nur durch sie ist er lebensfähig. Er ist und bleibt das ureigene Areal des freien und selbstbewussten Stadt-, Staats- und Weltbürgers. Schon einmal begann der Terror mit Preisgabe und Verlust des öffentlichen Raumes. Der Nationalsozialismus, eines der drei Paradigmen des Terrors des 20. Jahrhunderts, bietet Anschauung genug. Er bedeutet den Verlust der Freiheit, der Menschenwürde, des Lebens eines jeden und aller. Nicht viel, alles steht auf dem Spiel.
Begriff und Schlagwort „Integration“ haben sich vor ihrer aktuellen, unbedachten Instrumentalisierung zunächst als Primärforderung an jeden Bürger zu richten: Er hat sein Selbstverständnis in die Menschen- und Bürgerrechte zu integrieren. Sie sind die existentielle Quelle seines zivilen Lebens. Sein Versagen in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts im Deutschland der Weimarer Republik sollte Lehrstück genug sein. Diese Integration ist und bleibt in brisanter Gegenwart der gesellschaftspolitische Imperativ zur aktiven Selbstbehauptung an den Stadt-, Staats- und Weltbürger, den „citoyen“ von heute und morgen.